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Artikel: Woran erkennt man ein hormonelles Ungleichgewicht?

What Are Signs of Hormonal Imbalance?

Woran erkennt man ein hormonelles Ungleichgewicht?

Fühlst du dich ständig müde? Kämpfst du mit unerklärlichen Gewichtsveränderungen, Akne oder unregelmäßigen Perioden? Dann liegt der Gedanke nahe, dass deine Hormone dafür verantwortlich sein könnten.

Tatsächlich beeinflussen Hormone nahezu jedes System in deinem Körper – vom Stoffwechsel und Schlaf bis hin zu Stimmung, Haut, Fortpflanzungsgesundheit und Energielevel. Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht, kann sich das auf überraschende Weise bemerkbar machen.

Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, dünner werdendes Haar, Schlafprobleme oder Veränderungen des Menstruationszyklus werden häufig mit der hormonellen Gesundheit in Verbindung gebracht. Diese Beschwerden sind jedoch sehr häufig und bedeuten nicht automatisch, dass ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt. Stress, schlechter Schlaf, Nährstoffmängel und viele andere gesundheitliche Probleme können ähnliche Veränderungen verursachen.

In diesem Ratgeber erfährst du, was ein hormonelles Ungleichgewicht eigentlich bedeutet, welche Anzeichen besonders häufig auftreten, wodurch hormonelle Veränderungen verursacht werden können und wie Ernährung, Lebensstil und wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel die normale hormonelle Funktion unterstützen können.


Kurz erklärt

Ein hormonelles Ungleichgewicht bedeutet, dass der Körper von einem bestimmten Hormon zu viel oder zu wenig produziert oder nicht wie erwartet darauf reagiert. Mögliche Anzeichen sind anhaltende Müdigkeit, unregelmäßige Perioden, unerklärliche Gewichtsveränderungen, Akne, Veränderungen der Haare, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, eine verminderte Libido sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Wärme oder Kälte.

Diese Symptome allein können keine hormonelle Erkrankung bestätigen. Stress, Nährstoffmängel, Medikamente, unzureichender Schlaf und viele andere gesundheitliche Probleme können ähnliche Auswirkungen haben. Anhaltende, starke oder unerklärliche Beschwerden sollten daher ärztlich abgeklärt werden.

Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel können normale hormonelle und metabolische Prozesse unterstützen, aber nicht jede hormonelle Störung ausgleichen. Ihre Bedeutung hängt von der jeweiligen Person, den beteiligten Nährstoffen und der zugrunde liegenden Ursache der Beschwerden ab.

In diesem Ratgeber


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hormone helfen dabei, Stoffwechsel, Schlaf, Stimmung, Fortpflanzung, Blutzucker und viele weitere Prozesse zu regulieren.
  • Mögliche Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts sind Müdigkeit, unregelmäßige Perioden, Gewichtsveränderungen, Schlafprobleme sowie Veränderungen von Haut oder Haaren.
  • Diese Symptome sind nicht spezifisch für hormonelle Erkrankungen und können viele andere Ursachen haben.
  • Natürliche hormonelle Veränderungen treten während der Pubertät, Schwangerschaft, des Menstruationszyklus, der Perimenopause und der Menopause auf.
  • Es gibt keinen einzelnen Test, mit dem überprüft werden kann, ob sämtliche Hormone im Körper „ausgeglichen“ sind.
  • Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei, während andere Nährstoffe verwandte Funktionen wie Energiestoffwechsel, Fruchtbarkeit, Schilddrüsenfunktion und Blutzuckerregulierung unterstützen.
  • Inositol wurde insbesondere bei Menschen mit PCOS untersucht, ist jedoch kein Heilmittel gegen PCOS, Unfruchtbarkeit oder hormonelles Ungleichgewicht.
  • Anhaltende, starke oder unerklärliche Symptome sollten von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal abgeklärt werden.


Was ist ein hormonelles Ungleichgewicht?

Hormone sind chemische Botenstoffe, die von Drüsen und Geweben im gesamten Körper produziert werden. Sie gelangen über den Blutkreislauf zu ihren Zielorten und helfen dabei, unter anderem folgende Prozesse zu koordinieren:

  • Energieverbrauch und Stoffwechsel
  • Blutzuckerregulierung
  • Wachstum und Entwicklung
  • Stressreaktionen
  • Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Stimmung und Konzentration
  • Sexuelle Funktion
  • Menstruation, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
  • Erhalt von Muskeln und Knochen
  • Appetit und Verdauung

Ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht, wenn der Körper von einem bestimmten Hormon zu viel oder zu wenig produziert oder nicht wie erwartet darauf reagiert.

„Hormonelles Ungleichgewicht“ ist eine allgemeine Beschreibung und keine konkrete medizinische Diagnose. Das zugrunde liegende Problem kann Schilddrüsenhormone, Insulin, Cortisol, Östrogen, Progesteron, Testosteron, Prolaktin oder einen anderen Teil des Hormonsystems betreffen.

Auf einen Blick

Ein hormonelles Ungleichgewicht ist keine einzelne Erkrankung. Symptome, Untersuchungen und Behandlung hängen davon ab, welches Hormon oder welche Hormondrüse betroffen ist.

Zum Hormonsystem gehören unter anderem Schilddrüse, Hypophyse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke und Hoden. Diese Drüsen arbeiten nicht unabhängig voneinander. Sie kommunizieren miteinander und reagieren auf Signale aus dem Gehirn, anderen Organen und der Umwelt.

Das ist einer der Gründe, warum sich Symptome überschneiden können. Müdigkeit kann beispielsweise bei einer Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel, unzureichendem Schlaf, chronischem Stress und vielen weiteren Beschwerden auftreten. Unregelmäßige Perioden können mit PCOS, Schilddrüsenstörungen, Schwangerschaft, Perimenopause, Veränderungen der Energiezufuhr oder intensivem Training zusammenhängen.

Welche Hormone werden häufig thematisiert?

Verschiedene Hormone erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Zu den Hormonen, die im Zusammenhang mit hormonellen Beschwerden besonders häufig genannt werden, gehören:

Hormon oder Hormongruppe Einige der wichtigsten Funktionen Veränderungen können verbunden sein mit
Schilddrüsenhormone Stoffwechsel, Körpertemperatur, Herzfrequenz und Energieverbrauch Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Temperaturempfindlichkeit, veränderte Verdauung und veränderte Herzfrequenz
Insulin Unterstützt die Zellen dabei, Glukose aus dem Blut zu nutzen und zu speichern Veränderungen der Blutzuckerregulierung, des Appetits und der Energie
Östrogen und Progesteron Menstruationszyklus, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Knochengesundheit und weitere Gewebe Zyklusveränderungen, Hitzewallungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit
Androgene Sexuelle Entwicklung, Libido, Muskeln, Knochen und Haarwachstum Akne, Veränderungen der Gesichts- oder Körperbehaarung, dünner werdendes Kopfhaar und Veränderungen der sexuellen Funktion
Cortisol Stressreaktionen, Stoffwechsel, Blutdruck und Immunaktivität Veränderungen von Energie, Schlaf, Blutdruck, Körperzusammensetzung und Stressresistenz
Prolaktin Brustentwicklung und Milchproduktion Unerwartete Milchproduktion, Menstruationsveränderungen, verminderte Libido und Fruchtbarkeitsprobleme

Das Auftreten eines dieser Symptome zeigt nicht, welches Hormon betroffen ist. Für eine Diagnose müssen das gesamte Beschwerdebild, die Krankengeschichte und gegebenenfalls gezielte Untersuchungen berücksichtigt werden.

Sind hormonelle Veränderungen immer ungewöhnlich?

Nein. Der Hormonspiegel verändert sich im Laufe des Lebens auf natürliche Weise und kann auch im Tagesverlauf oder während des Menstruationszyklus schwanken.

Zu erwartende hormonelle Veränderungen treten auf während:

  • der Pubertät
  • verschiedener Phasen des Menstruationszyklus
  • der Schwangerschaft
  • der Zeit nach der Geburt
  • des Stillens
  • der Perimenopause
  • der Menopause
  • des Älterwerdens

Hormone wie Cortisol und Testosteron folgen ebenfalls einem täglichen Rhythmus. Daher kann der Zeitpunkt einer Blutuntersuchung das Ergebnis beeinflussen, und ein einzelner Messwert vermittelt nicht immer das vollständige Bild.

Warum diese Unterscheidung wichtig ist

Eine natürliche Hormonschwankung ist nicht zwangsläufig eine medizinische Störung. Die Bedeutung eines Symptoms hängt von seiner Stärke, Dauer, seinem Zeitpunkt und seinen Auswirkungen auf den Alltag ab.

Eine Untersuchung ist eher erforderlich, wenn Beschwerden anhalten, ungewöhnlich stark sind, plötzlich auftreten oder den Alltag, Schlaf, die Menstruation, sexuelle Gesundheit oder Fruchtbarkeit beeinträchtigen.


Was sind häufige Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts?

Hormonelle Ungleichgewichte können nahezu jedes System im Körper beeinflussen. Da Hormone zusammenwirken, treten Symptome nur selten isoliert auf und entwickeln sich häufig allmählich über Wochen oder Monate.

Es gibt kein einzelnes Symptom, das ein hormonelles Ungleichgewicht bestätigt. Medizinisches Fachpersonal betrachtet stattdessen das gesamte Beschwerdebild, die Krankengeschichte, den Lebensstil und gegebenenfalls Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren.

Zu den am häufigsten berichteten Symptomen gehören:

  • Unregelmäßige, ungewöhnlich starke oder ausbleibende Perioden
  • Anhaltende Müdigkeit oder wenig Energie
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
  • Stimmungsschwankungen, Angstgefühle oder Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder „Brain Fog“
  • Probleme beim Ein- oder Durchschlafen
  • Akne oder Veränderungen der Hautstruktur
  • Dünner werdendes Haar oder verstärkte Gesichtsbehaarung
  • Ungewöhnliches Wärme- oder Kälteempfinden
  • Verminderte Libido
  • Verdauungsveränderungen
  • Muskelschwäche
  • Fruchtbarkeitsprobleme
Wichtig

Viele dieser Symptome sind äußerst häufig und können auch mit Stress, schlechtem Schlaf, Nährstoffmängeln, Medikamenten, psychischen Belastungen oder anderen Erkrankungen zusammenhängen. Anhand der Symptome allein lässt sich keine hormonelle Störung diagnostizieren.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht die Periode beeinflussen?

Veränderungen des Menstruationszyklus gehören häufig zu den ersten Anzeichen dafür, dass die Fortpflanzungshormone schwanken.

Mögliche Veränderungen sind:

  • Unregelmäßige Perioden
  • Ausbleibende Perioden
  • Sehr starke Blutungen
  • Sehr leichte Perioden
  • Zwischenblutungen
  • Ein Zyklus, der plötzlich deutlich kürzer oder länger wird

Gelegentliche Veränderungen sind häufig und weisen nicht zwangsläufig auf eine hormonelle Erkrankung hin. Reisen, emotionaler Stress, Krankheiten, deutliche Gewichtsveränderungen und intensives Training können den Menstruationszyklus vorübergehend beeinflussen.

Anhaltende Veränderungen können jedoch mit folgenden Erkrankungen zusammenhängen:

  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Primäre Ovarialinsuffizienz
  • Erhöhte Prolaktinwerte
  • Perimenopause

Bei einer unerwartet ausbleibenden Periode sollte immer auch eine Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.

Schon gewusst?

Der Menstruationszyklus wird häufig als „Vitalzeichen“ der allgemeinen Gesundheit bezeichnet, da Veränderungen auf eine veränderte Ernährung, Stress, das Trainingsniveau, die Schilddrüsenfunktion oder die Fortpflanzungshormone hinweisen können.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht Müdigkeit verursachen?

Anhaltende Müdigkeit ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen vermuten, dass ihre Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Verschiedene hormonelle Erkrankungen können zu wenig Energie beitragen, darunter:

  • Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Diabetes
  • Nebenniereninsuffizienz
  • Hormonelle Veränderungen während der Menopause

Eine Schilddrüsenunterfunktion verursacht beispielsweise häufig Müdigkeit zusammen mit Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, trockener Haut und einer moderaten Gewichtszunahme.

Gleichzeitig kommt Müdigkeit auch sehr häufig vor bei Menschen mit:

  • Schlechtem Schlaf
  • Eisenmangel
  • Vitaminmangel
  • Stress
  • Depressionen
  • Langen Arbeitszeiten
  • Chronischen Infektionen

Müdigkeit bedeutet nicht automatisch, dass deine Hormone aus dem Gleichgewicht sind.

Unterstützung für deine Energie

Guter Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten sowie eine ausreichende Versorgung mit Protein, Eisen, Magnesium und Vitamin B6 tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Anhaltende Müdigkeit sollte jedoch immer gründlich untersucht und nicht selbst diagnostiziert werden.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht Gewichtsveränderungen verursachen?

Hormone helfen dabei, Appetit, Stoffwechsel, Blutzucker und die Energiespeicherung des Körpers zu regulieren.

Bestimmte hormonelle Erkrankungen können daher zu Veränderungen des Körpergewichts beitragen.

Beispiele sind:

  • Eine Schilddrüsenunterfunktion, die zu einer moderaten Gewichtszunahme beitragen kann.
  • Eine Schilddrüsenüberfunktion, die trotz normaler Nahrungsaufnahme zu Gewichtsverlust führen kann.
  • Das Cushing-Syndrom, das die Fettansammlung im Gesicht und Bauchbereich fördern kann.
  • Insulinresistenz, die das Gewichtsmanagement erschweren kann.

Das Körpergewicht wird jedoch von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Ernährung, körperliche Aktivität, Schlaf, Medikamente, Genetik, Stress und Alter.

Kein Hormon wirkt isoliert, und kein einzelnes Hormon bestimmt das Körpergewicht vollständig.

Wichtig

Eine schnelle oder unerklärliche Gewichtszunahme beziehungsweise Gewichtsabnahme sollte immer mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden.


Können Hormone Stimmung und Konzentration beeinflussen?

Hormone stehen in enger Wechselwirkung mit Gehirn und Nervensystem. Veränderungen des Hormonspiegels können daher Stimmung, Emotionen und kognitive Funktionen beeinflussen.

Mögliche Symptome sind:

  • Reizbarkeit
  • Angstgefühle
  • Ungewöhnlich starke Emotionalität
  • Gedrückte Stimmung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • „Brain Fog“
  • Verminderte Motivation

Diese Veränderungen können auftreten:

  • Vor oder während der Menstruation
  • Während der Schwangerschaft
  • Nach der Geburt
  • Während der Perimenopause
  • Bei Schilddrüsenerkrankungen

Stimmungsstörungen wie Angststörungen und Depressionen sind jedoch komplexe Erkrankungen mit vielen möglichen Einflussfaktoren. Sie sollten niemals automatisch auf Hormone zurückgeführt werden.

Achte auf dein psychisches Wohlbefinden

Schlaf, regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, Stressmanagement und soziale Kontakte unterstützen das psychische Wohlbefinden – ergänzend zu professioneller Hilfe, wenn diese erforderlich ist.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht den Schlaf beeinflussen?

Hormone helfen dabei, die innere Uhr, die Körpertemperatur und die Stressreaktion des Körpers zu regulieren. Veränderungen in diesen Systemen können das Ein- oder Durchschlafen erschweren oder dazu führen, dass man sich morgens nicht erholt fühlt.

Hormonelle Veränderungen können beitragen zu:

  • Einschlafproblemen
  • Häufigem Aufwachen in der Nacht
  • Nachtschweiß
  • Hitzewallungen
  • Unruhigem Schlaf
  • Frühem Erwachen

Schlafprobleme treten besonders häufig während der Perimenopause und Menopause auf, wenn schwankende Östrogenspiegel Hitzewallungen und Nachtschweiß verstärken können.

Auch Schilddrüsenerkrankungen können den Schlaf beeinflussen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann Unruhe, Herzrasen und Schlaflosigkeit verursachen, während eine Schilddrüsenunterfunktion tagsüber müde machen kann.

Der Zusammenhang wirkt in beide Richtungen. Schlechter Schlaf kann seinerseits die Appetitregulierung, den Blutzucker, den Cortisolrhythmus und die Stimmung beeinflussen.

Schlaftipp

Achte auf eine regelmäßige Schlafenszeit, reduziere helle Bildschirme vor dem Schlafengehen, halte dein Schlafzimmer kühl und pflege einen gleichmäßigen Tagesablauf. Kleine Verbesserungen der Schlafqualität können sich positiv auf viele Bereiche des allgemeinen Wohlbefindens auswirken.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht Haut und Haare beeinflussen?

Haut und Haare reagieren besonders empfindlich auf hormonelle Veränderungen. Hormone beeinflussen die Talgproduktion, Haarwachstumszyklen, Kollagenbildung und Hauterneuerung. Deshalb können Veränderungen des Hormonspiegels manchmal äußerlich sichtbar werden, bevor andere Symptome auftreten.

Mögliche Anzeichen sind:

  • Anhaltende Akne, insbesondere im Bereich der Kieferlinie oder des Kinns
  • Fettige Haut
  • Trockene oder schuppige Haut
  • Dünner werdendes Kopfhaar
  • Verstärktes Wachstum von Gesichts- oder Körperbehaarung
  • Brüchiges oder trockenes Haar

Eine erhöhte Androgenaktivität kann insbesondere bei Menschen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) zu Akne und verstärkter Gesichts- oder Körperbehaarung beitragen. Schilddrüsenerkrankungen werden hingegen häufiger mit trockener Haut und diffusem Haarausfall in Verbindung gebracht.

Veränderungen von Haut und Haaren treten nicht ausschließlich bei hormonellen Erkrankungen auf. Auch Genetik, Alterung, Nährstoffmängel, Stress, Medikamente und Hauterkrankungen können eine Rolle spielen.

Schon gewusst?

Haare wachsen in Zyklen, die mehrere Monate dauern. Deshalb können hormonelle Veränderungen erst Wochen oder sogar Monate nach der zugrunde liegenden Veränderung sichtbar werden.


Warum ist dir möglicherweise ungewöhnlich warm oder kalt?

Die Körpertemperatur wird durch verschiedene Hormone reguliert, insbesondere durch Schilddrüsenhormone und Östrogen.

Wenn die Produktion von Schilddrüsenhormonen sinkt, verlangsamt sich der Stoffwechsel und manche Menschen reagieren empfindlicher auf Kälte. Steigt die Produktion von Schilddrüsenhormonen, beschleunigt sich der Stoffwechsel. Dies kann zu einem ungewöhnlichen Wärmegefühl oder verstärktem Schwitzen führen.

Zu den häufigen Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion gehören:

  • Kälteempfindlichkeit
  • Müdigkeit
  • Trockene Haut
  • Verstopfung
  • Moderate Gewichtszunahme

Zu den häufigen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion gehören:

  • Wärmeempfindlichkeit
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Ein schneller Herzschlag
  • Gewichtsverlust
  • Zittern

Hitzewallungen und Nachtschweiß treten auch häufig während der Perimenopause und Menopause auf, wenn der Östrogenspiegel schwankt und allmählich sinkt.

Wichtig

Gelegentliches Frieren oder Wärmeempfinden ist vollkommen normal. Eine anhaltende oder starke Temperaturempfindlichkeit sollte insbesondere dann ärztlich abgeklärt werden, wenn weitere Symptome hinzukommen.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht die sexuelle Gesundheit beeinflussen?

Hormone beeinflussen Libido, sexuelle Funktion und Fortpflanzungsgesundheit während des gesamten Lebens.

Mögliche Symptome sind:

  • Verminderte Libido
  • Vaginale Trockenheit
  • Schmerzen beim Sex
  • Erektionsprobleme
  • Weniger spontane oder morgendliche Erektionen
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden

Veränderungen der sexuellen Gesundheit können mit Fortpflanzungshormonen, Schilddrüsenhormonen oder Prolaktin zusammenhängen. Sie können jedoch auch durch Stress, psychisches Wohlbefinden, Beziehungsfaktoren, Medikamente und die allgemeine Gesundheit beeinflusst werden.

Eine Veränderung der Libido weist nicht automatisch auf ein hormonelles Problem hin.


Kann ein hormonelles Ungleichgewicht die Fruchtbarkeit beeinflussen?

Hormone koordinieren Eisprung, Spermienproduktion, Einnistung und Schwangerschaft. Werden diese Signalwege gestört, kann auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigt werden.

Beispiele sind:

  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Erhöhte Prolaktinwerte
  • Primäre Ovarialinsuffizienz
  • Klinisch niedrige Testosteronwerte bei Männern

Die Fruchtbarkeit wird jedoch von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Alter, Genetik, Lebensstil, strukturelle Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane und die allgemeine Gesundheit.

Wenn es nach regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb des empfohlenen Zeitraums nicht zu einer Schwangerschaft gekommen ist, solltest du mit medizinischem Fachpersonal über geeignete Untersuchungen sprechen.

Gut zu wissen

Nährstoffe wie Zink tragen zu einer normalen Fruchtbarkeit und Fortpflanzung bei, während Folat vor und während der Schwangerschaft besonders wichtig ist. Diese Nährstoffe unterstützen normale Körperfunktionen, sind jedoch keine Behandlung gegen Unfruchtbarkeit.


Hormonelle Veränderungen bei Frauen

Hormonschwankungen sind ein normaler Teil des Lebens und treten während der Pubertät, des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft, der Zeit nach der Geburt, der Perimenopause und der Menopause auf.

Während dieser Lebensphasen können Symptome deutlicher wahrnehmbar sein, da Östrogen und Progesteron auf natürliche Weise steigen und fallen.

Zu den häufigen Symptomen gehören:

  • Veränderungen des Menstruationszyklus
  • Brustspannen
  • Blähungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Hitzewallungen
  • Nachtschweiß
  • Vaginale Trockenheit

Auch verschiedene Erkrankungen können den Hormonspiegel bei Frauen beeinflussen, darunter:

  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Endometriose, obwohl es sich dabei nicht primär um eine hormonelle Erkrankung handelt
  • Primäre Ovarialinsuffizienz
  • Hyperprolaktinämie

Nicht jedes Symptom, das während des Menstruationszyklus auftritt, wird durch eine hormonelle Störung verursacht. Vorübergehende Hormonschwankungen sind ein normaler Bestandteil der reproduktiven Gesundheit.


Hormonelle Veränderungen bei Männern

Der Testosteronspiegel sinkt mit zunehmendem Alter auf natürliche Weise allmählich. Dieser langsame Rückgang unterscheidet sich deutlich von den schnelleren hormonellen Veränderungen während der Menopause.

Zu den Symptomen, die mit klinisch niedrigen Testosteronwerten zusammenhängen können, gehören:

  • Verminderte Libido
  • Erektile Dysfunktion
  • Müdigkeit
  • Abnahme der Muskelmasse
  • Geringere Knochendichte
  • Stimmungsschwankungen
  • Weniger Gesichts- oder Körperbehaarung

Diese Symptome können auch mit Übergewicht, chronischen Erkrankungen, schlechtem Schlaf, Stress, Medikamenten oder Depressionen zusammenhängen. Für eine Diagnose sind sowohl entsprechende Symptome als auch fachgerecht ausgewertete Blutuntersuchungen erforderlich.

Wichtig

Testosteronpräparate sollten nur unter ärztlicher Aufsicht und bei medizinischer Indikation verwendet werden. Sie sind nicht allein deshalb geeignet, weil sich jemand müde fühlt oder altersbedingte Veränderungen bemerkt.


Was kann hormonelle Veränderungen verursachen?

Der Hormonspiegel verändert sich im Laufe des Lebens auf natürliche Weise. Bestimmte Erkrankungen und Lebensstilfaktoren können die Funktion des Hormonsystems jedoch ebenfalls beeinflussen.

Mögliche Ursachen sind:

  • Pubertät
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Perimenopause und Menopause
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom
  • Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes und Insulinresistenz
  • Erkrankungen der Hypophyse
  • Erkrankungen der Nebennieren
  • Autoimmunerkrankungen
  • Bestimmte Medikamente
  • Deutliche Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme
  • Chronische Erkrankungen
  • Eine geringe Energieverfügbarkeit durch übermäßiges Training und unzureichende Ernährung

Stress wird online häufig als Ursache eines hormonellen Ungleichgewichts dargestellt. Chronischer Stress beeinflusst zwar Hormone wie Cortisol, anhaltende Beschwerden sollten jedoch nicht automatisch auf Stress zurückgeführt werden, ohne andere medizinische Ursachen zu berücksichtigen.


Wie wird ein hormonelles Ungleichgewicht diagnostiziert?

Es gibt keinen einzelnen Bluttest, der zeigt, ob alle Hormone ausgeglichen sind.

Medizinisches Fachpersonal wählt die Untersuchungen stattdessen anhand der Symptome, Krankengeschichte, des Alters, biologischen Geschlechts und der körperlichen Untersuchung aus.

Die Abklärung kann Folgendes umfassen:

  • Ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden
  • Gegebenenfalls eine Überprüfung der Menstruationsgeschichte
  • Überprüfung von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln
  • Familienanamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Gezielte Blutuntersuchungen
  • Urin- oder Speicheltests in ausgewählten Fällen
  • Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren, wenn diese sinnvoll sind

Je nach Beschwerden können Bluttests unter anderem Schilddrüsenhormone, Blutzuckermarker, Prolaktin, Cortisol oder Fortpflanzungshormone umfassen.

Die Ergebnisse müssen immer im jeweiligen Zusammenhang interpretiert werden. Viele Hormone schwanken im Tagesverlauf oder während des Menstruationszyklus, weshalb der Zeitpunkt der Untersuchung eine Rolle spielen kann.

Kernaussage

Hormontests sollten eine konkrete medizinische Fragestellung beantworten. Sämtliche Hormone „einfach einmal“ auf ihr Gleichgewicht zu untersuchen, ist nur selten hilfreich und kann zu schwer verständlichen Ergebnissen führen.


Wie kannst du deine hormonelle Gesundheit unterstützen?

Die hormonelle Gesundheit wird von vielen miteinander verbundenen Faktoren beeinflusst, darunter Ernährung, Schlaf, körperliche Aktivität, Stress, Alter, Genetik und bestehende Erkrankungen.

Es gibt kein einzelnes Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder „Hormon-Reset“, das sämtliche Hormone ausgleichen kann. Werden Beschwerden durch eine zugrunde liegende Erkrankung wie eine Schilddrüsenstörung oder PCOS verursacht, sind eine geeignete Diagnose und Behandlung entscheidend.

Gesunde Lebensgewohnheiten bilden jedoch die Grundlage für eine normale Funktion des Hormonsystems und können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.

Ernähre dich abwechslungsreich und ausgewogen

Der Körper benötigt ausreichend Energie, Protein, gesunde Fette, Vitamine und Mineralstoffe, um Hormone zu produzieren und die Organe zu unterstützen, die auf diese Hormone reagieren.

Eine ausgewogene Ernährung sollte Folgendes enthalten:

  • Hochwertige Proteinquellen
  • Viel Gemüse und Obst
  • Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Kohlenhydrate
  • Gesunde Fette aus Lebensmitteln wie Olivenöl, Nüssen, Samen und fettreichem Fisch
  • Eine Vielzahl vitamin- und mineralstoffreicher Lebensmittel

Sehr restriktive Ernährungsformen oder eine dauerhaft zu geringe Energieaufnahme können die normale Fortpflanzungsfunktion beeinträchtigen und die Energieverfügbarkeit reduzieren.

Priorisiere deinen Schlaf

Die meisten Hormone folgen einem zirkadianen Rhythmus. Schlechter Schlaf kann Appetitregulierung, Stimmung, Insulinsensitivität und Cortisolmuster beeinflussen.

Achte auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und schaffe eine schlaffreundliche Umgebung, indem du das Schlafzimmer kühl hältst, die Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen reduzierst und spät am Tag nicht zu viel Koffein konsumierst.

Bewege dich regelmäßig

Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit, Insulinsensitivität, den Erhalt der Muskulatur und das psychische Wohlbefinden.

Mehr ist jedoch nicht immer besser. Übermäßiges Training in Verbindung mit einer unzureichenden Kalorienzufuhr kann den Menstruationszyklus beeinträchtigen und die Hormonproduktion reduzieren.

Reduziere Stress

Langfristiger Stress beeinflusst Hormone, die an der Stressreaktion des Körpers beteiligt sind. Nachhaltige Methoden zur Stressbewältigung – beispielsweise Bewegung, Achtsamkeit, Zeit in der Natur oder soziale Unterstützung – können sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken.

Wichtig

Gesunde Gewohnheiten unterstützen die normale Funktion des Hormonsystems, ersetzen jedoch keine angemessene medizinische Behandlung diagnostizierter hormoneller Erkrankungen.


Können Nahrungsergänzungsmittel die hormonelle Gesundheit unterstützen?

Nahrungsergänzungsmittel können nicht jede hormonelle Störung behandeln. Bestimmte Nährstoffe unterstützen jedoch normale hormonelle und metabolische Funktionen und können sinnvoll sein, wenn die Aufnahme über die Ernährung unzureichend oder der Bedarf erhöht ist.

Statt zu versuchen, die Hormone „auszugleichen“, sollte das Ziel darin bestehen, den Körper mit den Nährstoffen zu versorgen, die er für eine normale Funktion benötigt.

Vitamin B6

Vitamin B6 ist einer der wenigen Nährstoffe mit einer zugelassenen europäischen gesundheitsbezogenen Angabe, die sich direkt auf Hormone bezieht.

Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.

Es trägt außerdem bei zu:

  • Einem normalen Energiestoffwechsel
  • Einer normalen psychischen Funktion
  • Der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • Einer normalen Funktion des Nervensystems

Gute Nahrungsquellen sind Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Bananen, Kichererbsen und angereicherte Getreideprodukte.

Inositol

Inositol gehört zu den am intensivsten untersuchten Nährstoffverbindungen im Zusammenhang mit der Stoffwechsel- und Fortpflanzungsgesundheit von Frauen.

Obwohl Inositol manchmal als Vitamin B8 bezeichnet wird, ist es offiziell kein Vitamin, da der Körper es selbst produzieren kann.

Die beiden Formen, die besonders häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden, sind:

  • Myo-Inositol
  • D-Chiro-Inositol

Beide spielen eine Rolle bei der zellulären Signalübertragung, insbesondere in Signalwegen, die an der Insulinwirkung beteiligt sind.

Aus diesem Grund wurde Inositol umfassend bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) untersucht, einer Erkrankung, die häufig mit Insulinresistenz und erhöhten Androgenwerten verbunden ist.

Was sagt die Forschung?

Die internationale evidenzbasierte PCOS-Leitlinie von 2023 besagt, dass Inositol unter Berücksichtigung individueller Präferenzen in Betracht gezogen werden kann. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es bestimmte Stoffwechselparameter bei einigen Frauen mit PCOS verbessern kann. Die Evidenz für weitergehende klinische Vorteile ist jedoch weiterhin begrenzt, und weitere hochwertige Studien sind erforderlich.

Inositol sollte nicht als Heilmittel gegen PCOS, Unfruchtbarkeit oder hormonelles Ungleichgewicht dargestellt werden. Stattdessen kann es gegebenenfalls als Bestandteil eines umfassenderen Lebensstil- und medizinischen Ansatzes betrachtet werden.

Folat

Folat trägt zu einer normalen Blutbildung und psychischen Funktion bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Es ist vor und während der Schwangerschaft besonders wichtig und wird Frauen mit Kinderwunsch routinemäßig empfohlen.

Zink

Zink trägt bei zu:

  • Normaler Fruchtbarkeit und Fortpflanzung
  • Der Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel
  • Einer normalen kognitiven Funktion
  • Dem Schutz der Zellen vor oxidativem Stress

Selen

Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei und hilft dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Da die Schilddrüse vergleichsweise hohe Konzentrationen an Selen enthält, ist eine ausreichende Versorgung wichtig. Eine übermäßige Selenaufnahme sollte jedoch vermieden werden.

Chrom

Chrom trägt bei zu:

  • Der Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels
  • Einem normalen Makronährstoff-Stoffwechsel

Diese Funktionen erklären, warum Chrom häufig in Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung der Stoffwechselgesundheit enthalten ist.

Magnesium

Magnesium trägt bei zu:

  • Einer normalen Muskelfunktion
  • Einer normalen psychischen Funktion
  • Einem normalen Energiestoffwechsel
  • Der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

Magnesium ist zwar kein Nährstoff, der direkt die Hormone reguliert, eine ausreichende Versorgung unterstützt jedoch verschiedene Körpersysteme, die mit der hormonellen Gesundheit zusammenwirken.

Vitamin D

Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und der Muskeln sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Ein niedriger Vitamin-D-Status ist in vielen Bevölkerungsgruppen relativ häufig. Eine Ergänzung kann sinnvoll sein, wenn die Aufnahme oder der Blutspiegel niedrig ist.

Eisen

Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport, einer normalen kognitiven Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Frauen mit starken Menstruationsblutungen können ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel haben. Eine Ergänzung sollte jedoch nur dann erfolgen, wenn sie tatsächlich erforderlich ist.

Das Wichtigste

Nahrungsergänzungsmittel sind besonders sinnvoll, wenn sie einen tatsächlichen Nährstoffbedarf abdecken. Sie sollten eine ausgewogene Ernährung, einen gesunden Lebensstil und eine angemessene medizinische Versorgung ergänzen – nicht ersetzen.


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  • Myo-Inositol
  • D-Chiro-Inositol
  • Vitamin B6, das zur Regulierung der Hormontätigkeit beiträgt
  • Zink, das zu einer normalen Fruchtbarkeit und Fortpflanzung beiträgt
  • Selen, das zu einer normalen Schilddrüsenfunktion beiträgt
  • Chrom, das zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels beiträgt
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Die vegane Formel wird unabhängig auf Qualität geprüft und wurde für Menschen entwickelt, die ihre Nährstoffversorgung als Teil eines gesunden Lebensstils unterstützen möchten.

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Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie einen gesunden Lebensstil verwendet werden. Wenn du schwanger bist, stillst, Medikamente einnimmst oder an einer Erkrankung leidest, solltest du vor der Einnahme medizinisches Fachpersonal konsultieren.


Die besten Lebensmittel für die hormonelle Gesundheit

Es gibt kein einzelnes Lebensmittel, das die Hormone „ausgleichen“ kann. Eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung liefert dem Körper jedoch die Bausteine, die er für die Hormonproduktion, den Stoffwechsel und die normale Funktion des Hormonsystems benötigt.

Statt dich auf ein einzelnes „Superfood“ zu konzentrieren, solltest du auf ein Ernährungsmuster mit einer großen Vielfalt möglichst wenig verarbeiteter Lebensmittel achten.

Proteinreiche Lebensmittel

Protein liefert Aminosäuren, die für viele normale Körperfunktionen benötigt werden. Eine Proteinquelle zu jeder Mahlzeit kann außerdem zur Sättigung und zum Erhalt der Muskulatur beitragen.

Beispiele sind:

  • Fisch
  • Eier
  • Griechischer Joghurt
  • Hähnchen
  • Tofu
  • Tempeh
  • Linsen
  • Bohnen

Gesunde Fette

Nahrungsfette sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Lebensmittel wie natives Olivenöl extra, Nüsse, Samen, Avocados und fettreicher Fisch liefern ungesättigte Fette und weitere wertvolle Nährstoffe.

Ballaststoffreiche Lebensmittel

Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern Ballaststoffe, die die Verdauungsgesundheit unterstützen und zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen.

Mikronährstoffreiche Lebensmittel

Verschiedene Vitamine und Mineralstoffe unterstützen unterschiedliche Körperfunktionen. Eine farbenfrohe und abwechslungsreiche Ernährung erleichtert es, diese Nährstoffe auf natürliche Weise aufzunehmen.

Konzentriere dich auf Gewohnheiten, nicht auf Perfektion

Gesunde Ernährung bedeutet Beständigkeit und nicht, restriktiven Diäten zu folgen. Ein ausgewogenes Ernährungsmuster ist hilfreicher als der ständige Versuch, den neuesten Trend zum „Hormonausgleich“ umzusetzen.


Häufige Mythen über hormonelles Ungleichgewicht

Mythos: Jedes Symptom wird durch Hormone verursacht.

Fakt: Müdigkeit, Akne, Gewichtsveränderungen und Stimmungsschwankungen können viele Ursachen haben. Hormone sind nur ein Teil des Gesamtbildes.

Mythos: Du kannst alle Hormone auf natürliche Weise ausgleichen.

Fakt: Der Lebensstil unterstützt die allgemeine Gesundheit. Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes erfordern jedoch eine angemessene Diagnose und Behandlung.

Mythos: Detox-Kuren setzen die Hormone zurück.

Fakt: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Detox-Diäten oder Saftkuren das Hormonsystem „zurücksetzen“.

Mythos: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen eine medizinische Behandlung.

Fakt: Nahrungsergänzungsmittel können eine normale Nährstoffversorgung unterstützen, sollten aber niemals eine von medizinischem Fachpersonal empfohlene Behandlung ersetzen.

Mythos: Ein einziger Bluttest kann alle Hormone überprüfen.

Fakt: Verschiedene Hormone erfordern unterschiedliche Tests. Die Ergebnisse hängen häufig von Alter, Geschlecht, Phase des Menstruationszyklus und Tageszeit ab.

Mythos: Ein hormonelles Ungleichgewicht betrifft nur Frauen.

Fakt: Auch Männer können hormonbedingte Erkrankungen haben, die Testosteron, Schilddrüsenhormone, Insulin und andere hormonelle Signalwege betreffen.

Die Evidenz zählt

In sozialen Medien wird hormonelle Gesundheit häufig auf schnelle Lösungen reduziert. Tatsächlich ist die Hormonregulierung komplex und sollte auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Informationen statt kurzfristiger Trends betrachtet werden.


Zusammenfassung

Hormone regulieren zahlreiche Funktionen im gesamten Körper, darunter Stoffwechsel, Schlaf, Stimmung, Fruchtbarkeit, sexuelle Gesundheit und Energieproduktion.

Mögliche Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts sind anhaltende Müdigkeit, unregelmäßige Perioden, unerklärliche Gewichtsveränderungen, Akne, dünner werdendes Haar, Schlafstörungen, eine verminderte Libido und Veränderungen des Temperaturempfindens. Diese Beschwerden sind jedoch nicht spezifisch für hormonelle Erkrankungen und können viele verschiedene Ursachen haben.

Ein gesunder Lebensstil bildet die Grundlage für eine normale Funktion des Hormonsystems. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf und wirksames Stressmanagement spielen eine wichtige Rolle.

Bestimmte Nährstoffe – darunter Vitamin B6, Zink, Selen, Chrom, Magnesium und Eisen – unterstützen normale Körperfunktionen, die eng mit der hormonellen Gesundheit verbunden sind. Auch Inositol wurde umfassend untersucht, insbesondere bei Frauen mit PCOS. Es sollte jedoch nicht als Heilmittel gegen hormonelle Erkrankungen betrachtet werden.

Wenn Beschwerden anhalten, stark ausgeprägt sind oder deine Lebensqualität beeinträchtigen, solltest du qualifiziertes medizinisches Fachpersonal um eine geeignete Abklärung bitten.


Häufig gestellte Fragen

Was sind die ersten Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts?

Zu den frühen Anzeichen können unregelmäßige Perioden, Müdigkeit, Schlafprobleme, Akne, Stimmungsschwankungen, dünner werdendes Haar oder unerklärliche Gewichtsveränderungen gehören. Diese Symptome sind häufig und weisen nicht zwangsläufig auf eine hormonelle Erkrankung hin.

Woher weiß ich, ob meine Hormone aus dem Gleichgewicht sind?

Anhand der Symptome allein lässt sich keine hormonelle Erkrankung diagnostizieren. Medizinisches Fachpersonal kann abhängig von deinen Beschwerden und deiner Krankengeschichte gezielte Blutuntersuchungen empfehlen.

Kann Stress die Hormone beeinflussen?

Ja. Chronischer Stress beeinflusst Hormone, die an der Stressreaktion des Körpers beteiligt sind, darunter Cortisol. Anhaltende Beschwerden sollten jedoch nicht automatisch allein auf Stress zurückgeführt werden.

Kann ein hormonelles Ungleichgewicht zu Gewichtszunahme führen?

Bestimmte hormonelle Erkrankungen können zu Gewichtsveränderungen beitragen. Das Körpergewicht wird jedoch von vielen biologischen Faktoren und Lebensstilfaktoren beeinflusst.

Kann ein hormonelles Ungleichgewicht Akne verursachen?

Ja. Eine erhöhte Androgenaktivität kann bei manchen Menschen zu Akne beitragen, insbesondere bei Menschen mit PCOS.

Können Hormone den Schlaf beeinflussen?

Ja. Hormone helfen dabei, den zirkadianen Rhythmus, die Körpertemperatur und die Stressreaktion zu regulieren. All diese Faktoren beeinflussen die Schlafqualität.

Unterstützt Vitamin B6 die hormonelle Gesundheit?

Ja. Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei und unterstützt außerdem den normalen Energiestoffwechsel und die normale psychische Funktion.

Gleicht Inositol die Hormone aus?

Inositol wurde hauptsächlich im Zusammenhang mit PCOS und der Insulinsignalübertragung untersucht. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es bestimmte Stoffwechselparameter bei einigen Frauen mit PCOS unterstützen kann. Es ist jedoch kein Heilmittel gegen hormonelles Ungleichgewicht.

Welche Nährstoffe unterstützen die Schilddrüsenfunktion?

Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Auch eine ausreichende Jodzufuhr ist wichtig, wobei eine Ergänzung nur dann erwogen werden sollte, wenn sie tatsächlich sinnvoll ist.

Können Nahrungsergänzungsmittel eine gesunde Ernährung ersetzen?

Nein. Nahrungsergänzungsmittel sollten eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie einen gesunden Lebensstil ergänzen und nicht ersetzen.

Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?

Hole medizinischen Rat ein, wenn Beschwerden anhalten, stark sind, sich verschlimmern oder deinen Alltag, deine Fruchtbarkeit, deinen Menstruationszyklus oder deine sexuelle Gesundheit beeinträchtigen.

Kann ein hormonelles Ungleichgewicht behandelt werden?

Die Behandlung hängt vollständig von der zugrunde liegenden Ursache ab. Manche Erkrankungen erfordern Medikamente, während bei anderen Lebensstilveränderungen ergänzend zur medizinischen Betreuung hilfreich sein können.


Quellen

  1. Endocrine Society. Hormones and Endocrine Function.
  2. Endocrine Society. Thyroid and Parathyroid Hormones.
  3. National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK). Endocrine Diseases.
  4. NIDDK. Symptoms and Causes of Adrenal Insufficiency.
  5. NIDDK. Prolactinoma.
  6. NHS. Underactive Thyroid.
  7. NHS. Overactive Thyroid.
  8. NHS. Menopause.
  9. NHS. Premenstrual Syndrome.
  10. American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Polycystic Ovary Syndrome.
  11. International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of PCOS (2023).
  12. European Food Safety Authority (EFSA). Article 13 Health Claims Register.
  13. British Dietetic Association. Healthy Eating Guidance.
  14. World Health Organization. Healthy Diet.
  15. National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Menopause: Diagnosis and Management.

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